Auf den Spuren von Captain Jack Sparrow: Karibische Abenteuerreise zur "Pirateninsel"



Ahoi! Heute habe ich einen kleinen Geheimtipp für euch.
Auf meiner Entdeckungsreise durch die kleinen Antillen, in der östlichen Karibik, hat mich mein Kompass zu einem wahren Schatz geführt - ein kleines, nahezu unberührtes Naturparadies namens Dominica, welches, was den Tourismus betrifft, noch relativ jungfräulich ist. Das mag daran liegen, dass diese grüne Perle nicht in jeder Hinsicht die typischen Merkmale seiner Nachbarinseln aufweist. Das ca. 46 km lange und 25 km breite Eiland ist eine der ursprünglichsten Inseln der kleinen Antillen. Das Inselinnere ist gebirgig und geprägt von dichtem Regenwald. Dominica ist etwas für Individualtouristen, Naturfreunde, Wanderer, Entdecker und Abenteurer. Massentourismus werdet ihr hier nicht finden.


Land in Sicht!

Es war an einem Sonntag im Jahr 1493, an dem Christoph Columbus dieses unbescholtene Eiland entdeckte, ihm den Namen "Dominica" (dt. Sonntag) gab und... einfach weiter fuhr.
Columbus segelte von Osten, der rauen Atlantikseite heran und war seit anderthalb Monaten unterwegs, um im Auftrag der spanischen Königin Neuland zu kolonialisieren. Die schroffen Steilküsten hielten ihn jedoch vom Landgang ab. Im nachhinein muss man sagen, dass dies für die Inselbewohner ein Segen war. Denn dadurch dass Columbus die Insel einfach links liegen lassen musste, wurde sie erst im 16. Jahrhundert kolonialisiert, sodass die Ureinwohner nicht ausgerottet wurden, so wie auf vielen anderen Karibikinseln. Mit 3000 Stammesangehörigen sind die Kalingos die größte Gruppe noch lebender karibischer Indianer.

Im Jahre 2006 wurde wieder ein Schiff vor Dominica gesichtet. Diesmal mit amerikanischen Scouts an Bord, die auf der Suche nach Drehorten für eine Piratenfilmreihe waren, die eine der erfolgreichsten und aufwendigsten weltweit werden sollte.
Nach einer ausgiebigen Inseltour kam Regisseur Gore Verbinski zu der Überzeugung, dass Dominica die perfekte Kulisse für Teil Zwei und Drei von "Fluch der Karibik" wäre, zumal die Insel zum größten Teil immer noch so aussieht wie vor 200 Jahren. Eine prachtvolle Naturinsel in der Karibik, umgeben von weißen Sandstränden und azurblauem Meer boten eine traumhafte Kulisse und ideale Drehbedingungen für die Fluch der Karibik Abenteuer.
Während den sechseinhalb Monaten andauernden Dreharbeiten wohnte ein Großteil der 600 Personen starken Filmcrew in idyllischen Strandhäusern in Portsmouth, direkt am Meer, den "Picard Beach Cottages".
Für die freundlichen Bewohner Dominicas ist die wahrscheinlich beliebteste Piratenfilmreihe aller Zeiten alles andere als ein Fluch. Von den Dreharbeiten mit Johnny Depp profitieren die Einwohner bis heute. Ein ehemaliger Fahrer der Film-Crew führt Inselbesucher zu Schauplätzen und Drehorten.
Für Film-Fans sind die Drehorte von "Fluch der Karibik 2", wie High Meadow an der Südspitze ein besonderes Highlight. Dort wurde beispielsweise die Kannibalen-Szene mit Johnny Depp gedreht.

Ein paradiesisches Karibikjuwel

Doch nicht alleine wegen "Fluch der Karibik" ist Dominica eine Reise wert. Hier gibt es viele wunderschöne Wasserfälle, wie den Emerald Pool, der smaragdgrün leuchtet. Viele dieser atemberaubend schönen Wasserfälle sind jedoch nur mit einer längeren und geführten Dschungelwanderung zu erreichen.
Ein weiterer, lohnenswerter Ausflug ist eine Flussfahrt auf dem Indian River im Norden der Insel - ein weiterer Drehort von Fluch der Karibik. Auf einem kleinen Boot fährt man mitten durch den Urwald, vorbei an dichten Mangrovenwäldern, während man die faszinierende Flora und Fauna bestaunen kann.
Der Reichtum an Tierarten auf Dominica ist beeindruckend - so gibt es beispielsweise 160 verschiedene Vogelarten auf der Insel.

Wer abenteuerlustig ist, sollte sich unbedingt zum Boiling Lake begeben. Die sechs- bis achtstündige geführte Wanderung  verläuft durch dichten Dschungel und Nebelwald, vorbei an zahlreichen Wasserfällen und das in höheren Lagen befindliche Valley of Desolation - bis man schließlich am Ziel angekommen ist: einem riesigen See. Doch dieser ist kein gewöhnlicher See. Durch Lava, die sich unter dem See befindet, wird das Gewässer erhitzt und zum Kochen gebracht. Weltweit gibt es nur zwei solcher Seen.
Wer gerne baden, schnorcheln und tauchen möchte, sollte dies nicht in diesem See tun. ;-) Hierzu gibt es auf der Insel eine Reihe von Gewässern, die wunderbar dazu geeignet sind, wie beispielsweise das Champagner Bay, aus dessen Kraterspalten ebenfalls blubbernd heißes Wasser aufsteigt, das jedoch bei weitem nicht so heiß ist wie im Boiling Lake. Tauchen und Schnorcheln im Champagner Lake fühlt sich an wie ein Bad in Champagner - daher auch der Name.

Wenn ihr nach einem tropischen Reiseziel ohne Massentourismus, aber mit überwältigender Natur sucht, ist Dominica die richtige Wahl. Die beste Reisezeit ist von November bis August. Im Inneren der Insel müsst ihr das ganze Jahr über mit kurzen, sehr heftigen Niederschlägen rechnen. In den Monaten September bis Mitte Oktober solltet ihr die Insel nicht unbedingt betreten, da zu dieser Zeit häufig Hurrikans über das Eiland wehen. Klar soweit...? ;-)

Empfehlenswerte Unterkünfte auf Dominica
  • In Portsmouth: Strandhaus „Picard Beach Cottages“
  • In Roseau: Fort Young Hotel
  • In Trafalgar: Papillote Wilderness Retreat
Pauschalreiseangebote für Dominica findet ihr hier
Mehr über die wunderschöne Karibik-Insel, sowie über Sehenswürdigkeiten, Aktivitäten, Unterkünfte und Reiseberichte von Urlaubern, die bereits dort waren, könnt ihr hier lesen.
Für weitere Auskünfte könnt ihr euch an das Fremdenverkehrsbüro von Dominica in Deutschland wenden: www.discoverdominica.com, Tel.: + 49-711-26346624

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